Pferde und das Wälzen

„Nur ein dreckiges Pferd ist ein glückliches Pferd“! Wer kennt den Spruch nicht?! Und man kann dem tatsächlich nicht viel entgegensetzten. Wenn Pferde sich wohl fühlen, dann wälzen sie sich! (Anmerkung: Nicht zu verwechseln mit krankheitsbedingtem Wälzen wie z.B. bei einer Kolik) Auf der Wiese, im Sand, Stroh, Späne und einige auch bevorzugt in Schlamm und Pfützen. Vor dem Wälzen sucht das Pferd die für sich richtige Stelle. Das Pferd läuft den Bereich mit gesenktem Kopf ab, schaut sich den Boden an, schnuppert und prüft mit dem Huf scharrend die Beschaffenheit. Hat es die für sich geeignete Stelle gefunden, dreht es sich oft noch ein, zweimal im Kreis, dann knickt es mit allen vier Beinen ein und legt sich auf die Seite. Jetzt wälzt sich das Pferd mit Kopf, Hals und Körper. Nicht selten wird dabei wohlig gestöhnt und geschnaubt. Ob sich das Pferd nur auf einer Seite wälzt, zwischendurch aufsteht und dann die andere Seite wälzt oder sich direkt über den Rücken rollt, ist von Pferd zu Pferd verschieden. Ist das Pferd mit dem Wälzen fertig, steht es auf und schüttelt sich kräftig um losen Dreck zu entfernen. Auch wenn die Pferde das Wälzen sichtlich genießen, so dient es doch in erster Linie der eigenen Fellpflege! Durch die Kombination aus Reibung und Druck verliert das Pferd lose Haare und abgestorbene Hautzellen und entfernt Schweiß und Feuchtigkeit aus dem Fell. Je nach Untergrund werden Haut und Muskeln mehr oder weniger massiert, was die Durchblutung anregt und die Muskulatur entspannt. Der Sand/Dreck der beim Wälzen ins Fell gerieben wird, dient als natürlicher Schutz vor Ungeziefer und Mücken. So sinnvoll und gesund...